Il Mosaico - das «sistema» im Toggenburg
Was vielerorts undenkbar ist, gibt es in der Ostschweiz schon lange: ein gemeinsames Jugendorchester einer Musikschule und einer Kantonsschule. In Wattwil wird der 20. Geburtstag gefeiert.
Wer die Verhältnisse unter den musikalischen Bildungsinstitutionen der Schweiz kennt, weiss, dass solche Gemeinschaftsprojekte meist an unterschiedlichen Schulstrukturen, Stundenplänen sowie Partikularinteressen der Schulen und Lehrpersonen scheitern….
Schweizer Musikzeitung Nr. 2 / Feb. 2010 [pdf]
Musik aus der neuen Welt
…Dem Jugendorchester „il mosaico“ gelang eine packende Interpretation mit sehr grosser musikalischer Ausstrahlung und einer sensiblen Ausarbeitung der Dynamischen Möglichkeiten. Besonders dazu beitrugen die ausgezeichneten Bläser, welchen von Dvorak grosser Raum eingeräumt worden war.
Carola Nadler, Wiler Zeitung vom 1. Mai 2007
Wattwil darf sich „von“ schreiben
… Es ist beachtenswert und verdient grossen Respekt und gebührende Anerkennung mit welcher Professionalität, Leidenschaft und Freude die jungen Musikerinnen und Musiker, mit welchem Können und Aufwand, mit welcher Hingabe die musikalischen Leiter arbeiten und spielen und wie die Zusammenarbeit unter den Leitenden so harmonisch funktioniert. Das Resultat, ein solch herausragendes Konzert, darf sich weit über die Wattwiler Grenzen hinaus sehen lassen, und Wattwil kann stolz sein, ein solches Orchester an der Kantonsschule zu beheimaten.
Benedikt Knobel, Toggenburger Tagblatt vom 8. Mai 2007
Ein Klangtüftler trifft auf Barock
Gesampelte Alltagsgeräusche und Kunstklang: „il mosaico“ spielte auf hohem Niveau schönsten Barock – mit bizarr-sphärischen Klangeinspielungen aus dem Laptop von Stefan Baumnn. … Das Konzept dieses Konzertabends haben Hermann Ostendarp, Leiter von „il mosaico“ und Stefan Baumann gemeinsam erarbeitet. Erhöhte Aufmerksamkeit durch die Gegenüberstellung, so ihre Idee… Die anregende Abfolge von Elektronikklängen und den Barockkonzerten forderte dem Publikum einige Aufmerksamkeit ab. Was der Gewinn dieser Kombination sein könnte? Manch einer wird die Schönheit der Barockmusik stärker wahrnehmen, anrührender, tiefer…
Hansruedi Kugler, Toggenburger Tagblatt, 23. Januar 2007
Heisse Tango-Rhythmen von „il mosaico“
…Auf dem Programm standen Werke von Astor Piazzolla, und mit den Musikern vom „676 NeuvoTango Ensemble“ war es Hermann Ostendarp wieder einmal gelungen, unglaublich gute Solisten zu engagieren… Das erste Stück, „Tangazo“, spielte das Orchester ohne Solisten und rechtfertigte einmal mehr, dass es schon mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet worden ist. Hermann Ostnedarp, unterstützt von Wilfrid Stillhard und Martin Winiger, legt sehr viel Wert auf Präzision und technisches Beherrschen des Gespielten. Genauso wichtig ist ihm aber das Gefühl… So schafft er es immer wieder, mit den jungen Musikerinnen und Musikern des Orchesters Stücke so überzeugend aufzuführen… Den Höhepunkt des Konzertes bildeten die vier Tangos für Streichorchester, Schlagzeug und eben das „676 NuevoTango Ensemble“. Nur ein Stück wurde nicht von Piazzolla, sondern vom jungen Michael Zisman komponiert, dafür hiess es „Piazzolleana“ und riss die Zuhörer zu Begeisterungsstürmen hin… Dass niemand aufstand und tanzte, lag wohl an der spätwochenendlichen Müdigkeit. Das Publikum bedankte sich bei den Musikern mit Standing Ovations.
Frédéric Zwicker, Linth-Zeitung, 5. September 2006
Musikalische Ost-West-Begegnung
Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Rapperswil-Jona wagt sich in ihrem Musikangebot immer wieder an Experimente. Dasjenige vom Sonntagabend, der Wechsel von innigen, orthodoxen liturgischen Gesängen zu jazzigen Kompositionen des bekannten Kamerun-Schweizer Saxophonisten Nat Su, im Verbund mit dem Jugendorchester „il mosaico“, vermochte zu überzeugen, ja rief sogar Begeisterung beim Publikum hervor…
…Chorleiter und Gründer der „Corala barbateasca Reintregirea“ ist Erzdiakon Nicolae Torpircean… In bester Intonation und mit homogenen Klang boten die Sänger teils farbige, vierstimmig fugierte, teils in der Form karge, auf Verinnerlichung bedachte Gesänge dar…
…Dass Nat Su, der gorsse Jazz-Saxophonist speziell für diese Auftritte Stück mit Bezug zur rumänischen Musik komponierte, ist ein Glücksfall… Ungewöhnliche Klänge, intensive Rhythmen, ein Ineinander-Verwoben-Sein von Höhen und Tiefen, von Sehnsucht und Melancholie… Der letzte Teil des Konzertes war rumänischen Volksliedern gewidmet… Den letzten Höhepunkt blidete das Zusammenspiel von Chor und „il mosaico“. Während die Theologen sangen und pfiffen, sorgten die Streicher für grossartige Klangfülle. Tosender Applaus…
Brigitt Züger, Linth-Zeitung, 23. August 2006
Sonnenaufgangsklänge
Wer am Montagabend, den 10. April, seinen Fuß in die Kronstädter Oper setzte, konnte sich dort von "Sonnenaufgangsklängen" der besonderen Art verzaubern lassen. Mit diesem Titel war das Konzert, das junge Künstler aus der Schweiz und Rumänien an diesem Abend zu Gehör brachten, überschrieben. (...) Als Solisten traten Jonas Moosmann und die erst siebzehnjährige Giulietta Koch auf. Der junge Violinist überzeugte durch eine sehr tiefgründige und einfühlsame Interpretation des Violinkonzerts... Der Publikumsliebling des Abends war zweifelsohne die junge Pianistin Giulietta Koch. (…) Nachdem der letzte Akkord verhallt war, schlug ihr brausender Applaus mit lauten Zurufen entgegen. Der geneigte Zuschauer konnte nach diesem gelungenen Konzertabend mit einem sonnigen Gefühl aus Bewunderung und Zufriedenheit die Oper verlassen.
Annelie Hollmann, Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien, 13. April 2006
Professionalität und Begabung
Das Wichtigste gleich vorweg: Das Jugendorchester „il mosaico“ vermag immer wieder seinem hervorragendem Ruf gerecht zu werden und machte dabei auch im Konzert vom vergangenen Sonntagabend keine Ausnahme. Auf dem Programm stand Musik aus dem Osten - Khatchaturian und Tschaikowsky -, und bei beiden Komponisten zeigten die jungen Musikerinnen und Musiker hohe Qualität und professionellen Einsatz. Zu dem brillianten Orchester glänzten zwei junge Solisten: Jonas Moosmann, Violine und Giulietta Koch, Klavier. Beide begeisterten mit herausragenden Leistungen. (…) Giulietta Koch, Jonas Moosmann und das gesamte Jugendorchester „il mosaico“ bescherten unter Ostendarps Leitung einen nachhaltig eindrücklichen Abend und vermittelten das Bild einer Jugend, die schwer für ihre Träume und ihre Musik arbeitet - und viele daran teilhaben lässt.
Sarah S. Gaffuri, Linth-Zeitung, 28. März 2006
Sehnsucht nach Erlösung
„Aus der Tiefe“ hiess das Konzert zum Thema „Tod und Erlösung“, das letzten Samstag in der Kathedrale statt fand. Ausführende waren die Schola Cantorum Budapestiensis unter der Leitung von Tamas Bubno und Janos Mezei und das Jugendorchester „il mosaico“. (...) Höhepunkt des Abends war die Uraufführung von „media vita“ für Mezzo-Sopran und Streicher. (...) Ganz und gar elegisch, mit grosszügigenn Bögen und Elementen magyarischer Folklore verwoben, ergriff diese Musik das Publikum. (...) Judit Rajk sang mit warm timbrierter Stimme, reich an Schwelltönen und, dem Werk entsprechend, grosser Kantilene. (...) Das Wattwiler Jugendorchester „il mosaico“ begleitete diesen Abend auf hohem künstlerischen Niveau und überzeugte durch Differenzierungen in denn unterschiedlichen Stilen: einerseits in der Umsetzung der Linearität und Transparenz der barocken Partituren und andererseits bei der Gestaltung der auf breitem, schwelgerischem Klang und unendlichen Legati basierenden Komposition Feketes. (...)
Martin Keller, St. Galler Tagblatt, 31. Oktober 2005
Höhere Weihe durch Peter den Grossen
(...) Der Ruf, dass es einer höheren Weihe gleicht, mit ihm konzertieren zu können, geht ihm voraus: Peter Herbolzheimer, deutscher Bandleader, Komponist und Arrangeur. Er gehört zur ersten Garde weltweit, hat mitgeholfen, den Big Band Sound aus Amerika in Europa zu etablieren. Uebers Wochenende gab er mit der Big Band Kanti Wattwil und „il mosaico“ drei grossartige Konzerte in Wädenswil, Wattwil und Jona.
(...) vom Schwierigkeitsgrad der Stücke dürften die wenigsten Zuschauer etwas mitbekommen haben. Für sie klang, was von den 60 Musikerinnen und Musikern auf der Bühne geboten wurde einfach ausgewogen, spannend, herzhaft und schön. „I wish you love“, „Mc Arthur Park“,, „ Orfeo Negro“, „I just called you“ und 12 weitere Songs hatten die Big Band, ergänzt durch das „il mosaico“ aufgelegt. Hermann Ostendarp, Leiter des Orchesters, meinte in der Pause: „Die Arrangements sind einfach phänomenal.“ (...)
Der Toggenburger, 5. September 2005
Jubiläumskonzert des Jugendorchesters „il mosaico“
Werke von Mozart, Dvorak und Lutoslawski brachte „il mosaico“ anlässlich des 15-jährigen Geburtstagskonzertes zu Gehör. Farbig und hitverdächtig sei das Programm, so versprach das Jugendorchester in seiner Vorankündigung und übertrieb damit um keinen Deut. Die Zuhörerschaft zeigte sich begeistert bis zum Schluss und beteuerte dies schliesslich mit nicht enden wollendem Applaus. (...)
Die fünf Sätze der Tanzpräludien basieren aus polnischen Volkstanzrhythmen. Lutoslawski folgte der Erkenntnis, dass „das Tempo der polnischen Volksmusik fast von Takt zu Takt ändert. Diese Herausforderung verlangte vom Klarinettist Martin Winiger wie auch dem Orchester vollste Präzision, was schliesslich mit frenetischem Applaus belohnt wurde. (...)
Schlicht meisterhaft war die Interpretation der begnadeten jungen Künstlerin, wie auch des Jugendorchesters „il mosaico“. (...)
Der Alttoggenburger, 27. Mai 2005
"il mosaico" im Schloss Rapperswil
[...] Es gibt Momente, in denen sich die Musik in ihrer vollen Pracht entfaltet und in Wechselwirkung zwischen Musikern und Zuhörern einen enormen Reichtum entstehen lässt. Ein solcher Moment war das Konzert vom letzten Samstag im Schloss Rapperswil, in welchem das Jugendorchester „il mosaico“ zusammen mit jungen Schweizer Spitzenmusikern ein begeisterungsfähiges und staunendes Publikum in seinen Bann zu ziehen vermochte. Zwischen zwei Werken von Altmeister Bach wat ein Klaviersolostück des im Jahre 1928 geborenen zeitgenössischen Komponisten Karl-Heinz Stockhausen eingebettet. Die mutige Programmzusammenstellung erwies sich gestalterisch und musikalisch als Volltreffer [...]
[...] Das Konzert in d-moll für zwei Violinen und Orchester... Esther Hoppe, die junge Violinistin mit bereits internationalem Format, und Jonas Moosmann, Konzermeister von „il mosaico“, präsentierten das Werk als überzeugendes Solistenpaar [...]
[...] Klavierstück IX...Das phantastische Spiel des Solisten erzeugte im Saal eine knisternde, spannunngsreiche Atmosphäre...
[...] Die bewährte und stilsichere Direktion von Hermann Ostendarp, der das Orchester mit ruhiger Hand führt, verdient auch in diesem Konzert besondere Beachtung. Dem frenetischen Applaus des begeisterten Publikums folgte als Zugabe nochmals die Coda des dritten Satzes des Klavierkonzertes.
Stefan Zindel, Linth Zeitung, 17. Januar 2005

„il mosaico“ und Choralschola St. Gallen präsentieren „Sieben Worte Jesu am Kreuz"
[...] die von der Choralschola der Kathedrale St. Gallen klangschön vorgetragenen Gesänge standen in krassem Gegensatz zu den mal schroffen, mal sphärischen Metaphern, die Sofia Gubaidulina für die „Sieben Worte“ setzte. In ihrem Zentrum steht der expressive Dialog zwischen Cello und Akkordeon [...] Dass Stefann Baumann (Cello) und Daniel Bosshard (Akkordeon) jahrelange Erfahrung als Duo haben, verdeutlichte das exakte Zusammenspiel [...] Die neuartigen Ausdrucksmöglichkeiten, die die Komponistin den beiden Instrumenten entlockt, verstanden sie überdies in faszinierender Weise auszuloten. Das Streichorchester bildete den Hintergrund zu diesem zwischen Kontemplation und Emotion geführten Zwiegespäch der Solisten. Die jungen Musikerinnen und Musiker kamen ihrer Aufgabe mit grosser Konzentration nach [...] Die feinen Nuancierungen, die mal verheissungsvoll, mal heftig bebend gefärbt waren, arbeitete das Ensemble minutiös heraus [...]
Jaqueline Olivier, Linth Zeitung, 15. November 2004

"Junge Talente bieten musikalisches Feuerwerk"
Am Samstagabend begeisterte das Jugendorchester „il mosaico“ aus Wattwil das zahlreich erschienene Publikum in der evangelischen Kirche Rapperswil mit einem fulminanten Konzert. [...] Wer mit geschlossenen Augen genoss, vermutete wohl eher ein professionelles als ein Jugendorchester, denn nicht nur die saubere Intonation, sondern auch die differenzierte Artikulation und die perlende Leichtigkeit waren beeindruckend. Und wer lieber mit wachem Blick zuhörte, hatte ein herrliches Bild vor Augen: Die jungen Streicherinnen und Streicher führten überzeugt und eigenständig den Bogen, während ihre Bläserkolleginnen und -kollegen, oft ebenfalls in musikalischer Bewegung mitschwingend, nicht nachstanden [...] Solistin, Dirigent und Orchester spielten ein gelungenes Konzert mit einem gewaltigen Programm und hohen Anforderungen. Sie meisterten alle ihre Aufgabe glanzvoll [...]
Katja Köppel, Linth Zeitung, 3. Mai 2004

letzte Aktualisierung: 7.3.2010  ·  © 2005 "il mosaico"