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1997 1998 1999 2000 2001

«il mosaico» trat in Rom auf

Das Jugendorchester «il mosaico» reiste im Mai nach Rom. Die Mitglieder des Orchesters der Kantonsschule Wattwil und der Musikschule Toggenburg spielten mit grossem Erfolg drei Konzerte und nahmen von der Ewigen Stadt viele Eindrücke mit nach Hause.

Die Reise
Ein Konzert im Vorarlberg war ein toiler Auftakt zu unserer Romreise. Kaum hatten wir in Wattwil alles Gepäck und die gesamten Instrumente in den Car eingepackt, mussten wir in Dornbirn schon wieder alles ausladen. Doch es lohnte sich, weil wir mit unserem Konzert, welches von unserem Solisten Stefan Dünser initiiert wurde, die Aula des Jazzseminars, der neu umgebauten Musikschule, einweihen durften. Das Echo vom sachkundigen Publikum war sehr positiv. Anschliessend an das Konzert wurde uns von der Musikschule Dornbirn in einem Restaurant ein feines Abendessen offeriert. Ursprünglich war für den folgenden Tag geplant, im Meer zu baden. Weil das Wetter aber zu kalt war dafür, hatten wir den ganzen Tag Zeit, die faszinierende Stadt Florenz zu erkunden. Gegen Abend fuhren wir dann nach Rom, wo wir wenige Stunden später müde aber zufrieden eintrafen.

Unser Hotel
Allen Grund zur Zufriedenheit boten auch die Hotelsuiten, die wir sogleich in Empfang nehmen konnten. Geräumige Schlafzimmer mit funktionstüchtigen Badezimmern (im Gegensatz zu unseren Erfahrungen in Barcelona) hiessen uns willkommen. Nach dem Abendessen blieb noch Zeit, um die ganze Anlage des Hotels zu erkunden. Eine Bar bot Gelegenheit für einen Capuccino nach dem Essen, ein grosser Garten mit Palmen und Biotop sorgte für die nötige Ruhe, die in den meisten Zimmern zu kurz kam ....

Rom - die Ewige Stadt
Rom richtig kennenzulernen war natürlich unmöglich, obwohl wir sehr viel sahen während den vier Tagen, in denen wir dort weilten. Eigene Führer vom Orchester zeigten uns gruppenweise all jene Bauten, die man einfach gesehen haben muss: das Kolosseum, das Forum Romanum, die Basilika San Páolo, den alten Stadtteil Trastevere, die Spanische Treppe, die Piazza Navona und vieles mehr. Besonders eindrücklich war der Besuch des Vatikans. Für den Ausblick vom Petersdom lohnte sich auch die Anstrengung, weiche wir aufbringen mussten, um die unendlich langen Treppen hochzusteigen. Natürlich blieb auch genügend Zeit, sich auf den Piazzi niederzulassen, sich in ein Café zu setzen oder Gelati zu essen.

Die Konzerte
Wichtige Momente in Rom waren natürlich die Konzerte, die Frau Bayard vom Komitee der Schweizerschule hervorragend für «il mosaico» organisiert hatte. Auf unserem Programm standen Werke von Vivaldi (Flöten- und Trompetenkonzert), Bach (Oboenkonzert), Grieg (zwei Elegische Melodien) und Mozart (Klavierkonzert Nr. 21).

In der Partnerschule
Das erste Konzert spielten wir in der italienischen Partnerschule der Schweizerschule. Der Konzertsaal war die Turnhalle der Schule, die für ein Konzert wegen ihrer Form (Grundriss eines Bumerangs) und Grösse fast noch ungeeigneter war als zum Turnen. Auf ziemlich engem Raum versuchten wir die eher unruhigen Primarschüler zu begeistern, was dem Applaus nach zu urteilen auch gelang.

Grössere Begeisterung
Das zweite Konzert rief aber beim Publikum und demzufolge auch beim Orchester grössere Begeisterung hervor. Es fand im Oratorio del Caravita neben der bekannten Kirche Sant' Ignazio statt Das Oratorium ist ein wunderschöner barocker Raum, in dem schon Mozart, Vivaldi und Haydn konzertiert hatten, was uns natürlich besonders anspornte. Organisiert wurde das Konzert von der Associazione Internazionale Amici della Musica Sacra. Zu Beginn des Konzertes hätte man denken können, dass sich nur relativ wenige Römer für unsere Musik interessierten. Mit der Zeit gesellten sich aber immer mehr Zuhörer dazu, bis am Schluss die ganze Kirche voll war. Die Begeisterung war gross und der Applaus dementsprechend tosend.

In der Lutherkirche
Mindestens so begeisterungsfähig war das Publikum in der Lutherkirche. Dort konzertierten wir gleich zweimal. Als Auftakt spielten wir im ökumenischen Auffahrtsgottesdienst. Anschliessend genossen wir mit den Kirchgängern im wunderschönen Palmengarten der Kirche einen Imbiss zur Kammermusik des «ensemble flaucanto» und des «Quintetto mosaico». Unser letztes Konzert der Reise spielten wir dann zu vorgerückter Stunde um 22 Uhr wieder in der Kirche. Zu diesem Abend hatte die evangelische Kirchgemeinde gemeinsam mit dem Istituto Svizzero di Roma eingeladen. Es war ein wunderschöner Abschluss! Anschliessend im Car, bevor die meisten den grössten Teil der Fahrt «verschliefen», schauten wir den Film an, den unser Carchauffeur von unserem Aufenthalt in Rom gedreht hatte. Ihm, seiner Frau, sowie den beiden Leitern Hermann Ostendarp und Wilfrid Stillhard gilt der Dank des Orchesters. Mit ihrer Hilfe durften wir sechs Tage mit vielen tiefen, bleibenden Eindrücken erleben.

Karin Würth