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1996 1997 1998 1999 2000

«il mosaico in Spanien und Frankreich

Gemeinsam mit dem «Collegium Vocale» aus Altstätten und dem Schlagzeugensemble der Musikschule Chur vertrat das Jugendorchester «il mosaico» die Schweiz am fünten Jugendmusikfestival in Barcelona.

Über 350 Chore, Big-Bands und Jugendorchester aus ganz Europa kamen in dieser Stadt zusammen und zeigten in 1200 Konzerten ihr Können.

Die Hinreise verlief ohne Probleme. Wie vorgesehen erreichten wir nach einer 16stündigen Fahrt Barcelona. Noch waren wir nicht ganz am Ziel, denn unsere Unterkunft lag etwas ausserhalb der Stadt und war nicht allzu leicht zu finden. Von aussen glich sie einem Märchenschloss, innen aber war diese ehemalige, von Patres geführte Internatsschule, etwas verwahrlost und simpel eingerichtet Bezaubernd waren jedoch die Gärten rund ums Schlösschen, die Spazierwege und die ganze Umgebung überhaupt. Im Gegensatz zur hektischen Stadt strahlte unsere Unterkunft eine ruhige, friedliche Atmosphäre aus.

Eröffnungsfeier

Am ersten Abend versammelten sich alle katalanischen (10 000) und europäischen (6000) Teilnehmer zur Eröffnung im Palau St. Jordi, dem zur Olympiade von 1992 erbauten Hallenstadion. Zunächst sorgten alle gemeinsam mit Sing-Sang, Klatschen und der «Welle» für eine tolle Stimmung. Nach der Begrüssung und einigen Ansprachen wurde dieser Abend mit Theater, Tanz und Musik sehr eindrücklich gestaltet. Natürlich fehlten auch katalanische Spezialitäten nicht, wie die «castells» , die beeindruckende Menschentürme bauen. Zum Abschluss der Feier erklang die Europa-Hymne: Röhrchenblasend vereinigten sich alle Anwesenden zu einer riesigen «Panflöte».

Barcelona erkundet

Durch eine Reiseführerin lernten wir Barcelona etwas besser kennen. Sie führte uns durchs Olympiadorf, zeigte unter anderem imposante Gebäude und Denkmäler. Zum Abschluss machten wir eine Hafenrundfahrt, wobei wir die Stadt vom Wasser aus bewundern konnten. Natürlich schauten wir uns auch die berühmte «Sagrada Famnilia», das Wahrzeichen Barcelonas an, besuchten das Picasso Museum, das phantastische Meeresaquarium, bummelten durch die Strassen des gotischen Viertels, flanierten auf den Ramblas.

Viva la musica

Die Anwesenheit der, vielen Musikformationen brachte reges Treiben und eine besondere Stimmung in die Altstadt, ganz nach dem Motto des Festivals «Viva las Musica»! Fast alle Konzerte fanden «open air» statt. Bestens organisierte Podien mit professioneller Verstärkung garantierten einen speziellen Hörgenuss. Nur der Wind! Er hatte leichtes Spiel mit unseren Notenblättern und brachte manche ungewollte Überraschung! Für unser Programm hatten wir Teile aus Händels «Dettinger Te Deum» und Kit Powells «Percussion concerto» vorbereitet. Wir durften an zwei sehr schönen Orten spielen: Beim Museum für moderne Kunst und auf dem Platz vor der' Kathedrale. Besonders letzterer wird uns sicher in bester Erinnerung bleiben! Die Reaktionen der Zuhörer auf unser Spiel waren spontan und begeistert. Am letzten Abend gab es heim olympischen Hafen für alle «PaelIa», ein Reisgericht mit Meeresfrüchten. Anschliessend spielten verschiedene Bands; es wurde getanzt und gefeiert, bevor wir die Heimreise antraten.

Abstecher ins Burgund

Auf dem Rückweg machten wir einen kleinen Abstecher ins Burgund. Dies ist sozusagen die zweite Heimat des Chorleiters Ueli Bietenhader. Hier gaben wir unser letztes Konzert in einer romanischen Kirche. Dafür ernteten wir den begeisterten Applaus des Publikums.

Claudia Dischl