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'il mosaico' in Wien ausgezeichnet

Das Jugendorchester 'il mosaico' reiste im Juli unter der Leitung seines Dirigenten Hermann Ostendarp nach Wien, um am internationalen Jugendmusikwettbewerb und -festival 'summa cum laude' teilzunehmen. Der Wettbewerb wurde zum vierten Mal durchgeführt, dies an ein paar der markantesten Orte der österreichischen Metropole: so fanden die Eröffnungsfeier im Stephansdom, der Wettbewerb im Goldenen Saal des Musikvereins und die Preisverleihung im Rathaussaal statt.
Dieses Jahr wurden aufgrund der eingereichten Aufnahmen 28 Chor- und Orchesterensembles aus aller Welt nach Wien eingeladen. Sie kamen aus China, Irak, Indonesien, Philippinen, USA und Australien ebenso wie aus verschiedensten europäischen Ländern. 'Il mosaico' trat mit dem Concerto grosso in G-Dur von Georg Friedrich Händel, dem Stück „Abschied“ von Wladimir Vogel und dem ersten Satz des Mozart Divertimento KV 136 an. Die vierköpfige, internationale Jury zeigte sich vor allem vom differenzierten Spiel und der lebendigen Interpretation der Werke durch das Orchester begeistert. „il mosaico“ wurde am Wettbewerb in der Kategorie Kammerorchester dann auch der 2. Preis verliehen und mit dem Besten aller möglichen Prädikate, nämlich mit "With Outstanding Success“ ausgezeichnet, dies, als eines von nur vier der insgesamt 28 Ensembles. Das Orchester durfte daraufhin am Galakonzert spielen und erhielt so die einmalige Chance im ausverkauften Goldenen Saal des Musikvereins in Wien spielen zu dürfen, auf Wunsch der Jury mit Mozarts Divertimento!
Neben dem Wettbewerb gab es auch Zeit, die Stadt zu erkunden und die Wiener Kaffeehäuser aufzusuchen; „il mosaico“ spielte noch in und um Wien drei weitere Konzerte im Rahmen des 'summa cum laude' Festivals und hatte so die Chance, andere Ensembles zu hören und mit deren Mitglieder Freundschaften zu schliessen. Roland Horvath, ein Hornisten der Wiener Philharmoniker, zeigte bei einer Begegnung informativ und humorvoll die Bedeutung der 'Wiener Aufführungstradition' auf. Diese „theoretischen“ Erläuterungen wurden dann in einem Workshop mit dem Dirigenten Georg Mark praktisch umgesetzt. Der international bekannte Maestro, der auch als Professor an der Musikhochschule Wien unterrichtet, probte mit „il mosaico“ den Hit „Wiener Blut“ und brachte den Jugendlichen näher, wie ein Wiener Walzer - eben nach dieser 'Wiener Tradition' - lebendig gespielt wird.
Als „il mosaico“ dann nach vier Tagen die Heimreise antrat, waren alle beglückt, die Möglichkeit für diese spannende Zeit in der „Hauptstadt der Musik“ erhalten zu haben.

Marissa Domeisen