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Konzertreise nach Ungarn mit zahlreichen Höhepunkten

Bereits zum zehnten Mal in seiner 13-jährigen Geschichte, unternahm das Jugendorchester „il mosaico“ eine Konzertreise ins Ausland. Wie schon 1994, 1995 und 2001, zog es das Orchester erneut ostwärts. Es wurden diesmal Ungarn und Kroatien besucht.

Freitag, 23. Mai, 21 Uhr: Das Orchester nahm frohen Mutes die auf etwa 12 Stunden geschätzte Reise nach der im Südwesten Ungarns liegenden Stadt Nagykanizsa auf sich.

In Nagykanizsa
Bei der Musikschule von Nagykanizsa wurden wir von unseren Gastfamilien herzlich in Empfang genommen. Für den späteren Nachmittag war dann auch bereits schon die erste gemeinsame Probe angesagt, in welcher sich das „il mosaico“, gemeinsam mit dem Orchester der Musikschule einem Stück von Farkas Ferenc widmete. Nach der Probenarbeit führten uns unsere ungarischen Freunde alle zusammen an einen idyllischen See, wo wir bei gemütlichem Beisammensein den köstlichen ungarischen Wein schlürften. Daneben stieg einem schon der Geruch brutzelnder Würste und anderer Köstlichkeiten in die Nase.
Dankbar nutzten wir die Freizeit des nächsten Morgens um richtig ausschlafen zu können. Nach einer verhältnismässig kurzen Vorprobe stand am Abend unser Konzert in einer Kirche von Nagykanizsa mit Werken von den drei skandinavischen Komponisten auf dem Programm. Dabei war der ungarisch-slowenische Pianist Zoltan Peter Solist des Klavierkonzertes von Grieg. „Dieser Flügel...ist kein Flügel…!“, so kommentierte Hermann Ostendarp das „Instrument“, das uns für das Konzert zur Verfügung stand. Zoltan Peter nahms mit einem leisen Lächeln zur Kenntnis und verblüffte uns alle, wusste er doch selbst aus diesem Instrument brillante Töne hervorzuzaubern, die das Publikum mit einem frenetischen Applaus zu würdigen wusste.

Ungarn von seiner besten Seite
Die Grossstadt Pecs stand am kommenden Tag im Zentrum unseres Interesses. Nach dem Besuch eines extra für uns organisierten, sehr beeindruckenden Konzertes der dortigen Musikmittelschule und dem ebenfalls von der Schule zur Verfügung gestellten Mittagessen, wurde uns genügend Freizeit gewährt, um die traumhaft schöne Stadt auf eigene Faust zu erkunden, durch die malerischen Einkaufsstrassen zu bummeln und die Sonne zu geniessen. Den Abend verbrachten die Mitglieder beider Orchester bei einer kleinen Party, bei welchem uns die ungarische Volksmusik mit Live-Musik näher gebracht wurde und schlussendlich beinahe jeden das Tanzbein schwingen liess. Darüber hinaus verblüffte uns Martin Winiger mit seinem beeindruckenden Auftritt mit der einheimischen Jazzgruppe, die ebenfalls bei jenem Anlass aufspielte.

Wo war der Wein?
Kurorte gibt es viele, aber keiner ist wohl mit Héviz am Plattensee zu vergleichen. Dort befindet sich nämlich das grösste, natürliche Thermalbad der Welt, ein Vulkansee. Héviz war das Ziel unseres Ausflugs vom Dienstag, den wir mit einem gemeinsamen Konzert in Verbindung brachten. Nach der Vorprobe stürzten wir uns in das warme Wasser des kleinen Sees. Nachher machten wir uns auf, eine angekündigte Weindegustation an den Hängen des Berges Badacsony unfern des Plattensees zu geniessen. Wo aber blieb der angekündigte Wein? Wir erreichten zwar das Winzerhaus, doch mussten wir uns mit Mineralwasser begnügen. Nicht zuletzt um den wunderbaren Ausblick über den Plattensee geniessen zu können, hat sich dieser kleine, aber strenge Spaziergang allemal gelohnt.

In Kroatien
Nach vier wunderschönen Tagen in Ungarn mussten wir schweren Herzens Abschied nehmen. Wir durften in Nagykanizsa eine sehr eindrückliche Gastfreundschaft erleben.
Den letzen Tag unserer Reise verbrachten wir in Zagreb. Wir spazierten durch die schöne Altstadt, bevor wir unser letztes Konzert gaben. Das grosszügige Buffet, von zahlreichen Eltern der Mitglieder des Jugendkammerorchesters Zagreb zubereitet, nutzten wir dafür, mit den sympathischen Mitgliedern dieses Orchesters ins Gespräch zu kommen. Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen mit ihnen an unserem Jugendorchesterfestival SG 2003 im August.

Urs Dahinden